Nicholas Carr: The Big Switch (Rewiring the World from Edison to Google)
Ich wollte das Buch schon länger lesen habe es aber nie geschafft es mir zu kaufen. Eines Tages stolperte ich in einen Ausverkauf in einem Buchladen und erstand das gute Stück für 2 Euro (zwar in englisch aber man ist ja flexibel). Die Kurzeinschätzung: Lesebefehl für alle die etwas mit dem Internet zu tun haben.
Die Langfassung:
Carr (engl. Wikipedia, einen dt. Eintrag gibt es nicht) zieht Parallelen zwischen der Entwicklung des Stromnetzes und der Entwicklung des Internets als globalen Computer. Die Entwicklung des Stromnetzes ging von lokalen Dynamos in jeder Fabrik zur Entwicklung eines Stromnetzes mit zentralen Kraftwerken die den Strom dann verteilten. So ähnlich sieht die Entwicklung bei Rechenkraft aus. Die Zeiten in denen jede Firma ihre benötigte Rechenleistung vor Ort in der Firma vorhält sind vorbei, die Rechenleistung wird bei Bedarf extern eingekauft und die Daten liegen in Rechenzentren auf dem Globus verteilt.
Strom sieht er als Mehrzwecktechnologie. Je nach Endgerät kann man mit Strom staubsaugen oder kochen oder einen Betonmischer antreiben oder eine Lampe betreiben oder oder oder.
Das Computernetzwerk auf dem das Internet basiert sieht er so ähnlich. Mit dem Internet kann man Briefe schreiben, sich in Echtzeit unterhalten, Wissen nachschlagen, zusammen an versch. Projekten arbeiten und und und. Mehr will ich hier eigentlich nicht verraten. Carr zeigt dann noch ein paar Auswirkungen gute und weniger gute. Er bleibt aber erfreulicherweise immer bei dem Tenor das die Technik an sich neutral ist nur ihre Anwendung positiv oder negativ ausfällt (z.B. beim Benutzen von Google Maps durch Terroristen um ihre Ziele zu finden).
Ein sehr gutes und aktuelles Buch. Meiner Meinung nach unbedingt lesen !!!